„DAS ABENTEUER UM WILBERFORCE“ VON JOACHIM RINGELNATZ

gelesen von Oliver Peuker


„Es stand lange bei mir fest: Ich wollte Seemann werden.“ (Joachim Ringelnatz)

In der autobiografischen Erzählung „Das Abenteuer um Wilberforce“ schildert Joachim Ringelnatz seine turbulente Zeit als junger Leichtmatrose. Von einem russischen Gaffelschoner verschlägt es ihn in die englische Hafenstadt Grimsby. Ob als Arbeit suchender Matrose auf verstaubten englischen Landstraßen oder als „Mädchen für alles“ im Boardinhouse Bloom - lakonisch, ehrlich und humorvoll erzählt Joachim Ringelnatz von seiner abenteuerlichen Reise, die ihn im weiteren Verlauf als Mandoline spielenden Straßenmusikanten durch Holland und später unschuldig in ein belgisches Gefängnis führt. Russische und englische Seeleute, der betrügerische Mister Philipp und eine nach Himbeeren duftende Dirne bevölkern die außergewöhnliche Erzählung. Doch über allem schwebt die rätselhafte Begegnung mit einer geheimnisvollen Unbekannten und ein verpasstes Rendezvous am Wilberforce-Denkmal. Unverhofft endet die wilde Fahrt Champagner trinkend in einem Hotel nahe der belgischen Grenze.

Pressestimmen

Oliver Peuker las den leicht gekürzten Text in angenehmem Tempo und gleichbleibend exakter Artikulation. Durch leichte Steigerung der Dynamik arbeitete er die feinen Nuancen heraus, nahm sich wieder zurück und ließ Pausen wirken. Auch dem unaufdringlichen Humor des Joachim Ringelnatz gab der gelernte Schauspieler gestisch und mimisch angemessen Raum. Peukers abschließende Rezitation des Gedichts „Ansprache eines Fremden an eine Geschminkte vor dem Wilberforce-Monument" war ein Geschenk.
Nordsee-Zeitung

Joachim Ringelnatz

Joachim Ringelnatz wurde als Hans Bötticher am 07. August 1883 in Wurzen (Sachsen) geboren.  Er starb am 17. November 1934 in Berlin.

Gleichermaßen begabt als Dichter, Maler und Autor, war er eine künstlerische Ausnahmeerscheinung.

Als Achtzehnjähriger wurde Joachim Ringelnatz (der zu dieser Zeit noch seinen bürgerlichen Namen Hans Bötticher trug) Seemann. Zwar konnte er aufgrund fehlender Seeschärfe nur wenige Jahre tatsächlich zur See fahren, aber dennoch war diese Zeit für ihn und sein Werk entscheidend: noch heute wird Ringelnatz als „dichtender Seemann“ und „seefahrender Dichter“ wahrgenommen. Ausgestattet mit einem unbändigen Freiheitsdrang und einer vagabundenähnlichen Unruhe fühlte er sich zeitlebens dem Seemannsdasein (trotz all seiner Härten) verbunden.

Cosmos Factory Theaterproduktion

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